Meinung: Hochwasser - Millionen für Grundbesitzer - Schwarzmander-Griff in öffentliche Kassen

Das Faktum:

Nach einem Beschluss des Landesgerichts Innsbruck wurde drei Bauern inSt.Johann nämlich das Sechseinhalbfache des ursprünglichen Ausgleichsbescheids der Wasserrechtsbehörde gewährt. Statt 346.000 Euro erhalten sie satte 2,3 Mio. Euro für 24 Hektar Fläche. Das sind 40 Prozent des jeweiligen Liegenschaftspreises. Allein ein Landwirt bekommt 1,4 Mio. Euro.

>>TT 12 01 2018 Hochwasser: Millionen für Grundbesitzer>>

Der Obmann der Großachengenossenschaft in St.Johann, Ernst Schwaiger, kritisiert jetzt massiv die Vorgangsweise und die Höhe der Entschädigungszahlungen. „Jedes Maß und Ziel wird aus den Augen verloren.“ Anders Bauernbundobmann und Agrarreferent LHStv. Josef Geisler VP): „Die Entschädigungen sind gerechtfertigt und basieren auf nachvollziehbaren Gutachten.“ 

Die Meinung:

Es besteht öffentliches Interesse an der Einrichtung derartiger Flächen. Es ist völlig unbestritten und gesichert, dass im Fall eines Hochwassers den Betroffenen die Schäden ersetzt werden. Was darüber hinausgeht, ist ein unbegründbarer Griff in die öffentlichen Kassen.

"80 Prozent zahlt übrigens der Bund, zehn Prozent das Land und wie im Fall von St. Johann sechs Prozent die Gemeinden und vier Prozent die Großachengenossenschaft."

Der Bund, das Landwirtschaftsministerium, in den wesentlichen Sektionen handverlesen durch den Bauernbund besetzt, zahlt, so scheint es, widerstandslos. Vermutlich hat noch Rupprechter - gelobt sei Jesus Chrischtus - diese Form der Klientelpolitik in Ordnung befunden. 

Geisler, Obmann des TIroler Bauernbundes,  greift wie immer völlig unbekümmert in die Landeskassen. 

Die Landwirtschaftskammer, mit dem unsäglichen Hechenberger, hat mit einem "Tiroler Modell" ein Gutachten erstellt. Man kann hierbei aus staatsbürgerlicher Erfahrung von den Almförderungsqualitäten der Gutachter ausgehen.

Wenn die politischen Repräsentanten der Ausgenommenen zufrieden sind, dann wird kein Gericht die Ausnehmer in die Schranken weisen.

Nur der kleinste der Zahler, Obmann Ernst Schwaiger, hat noch den Blick für das Verantwortbare, für den Steuerzahler: „Jedes Maß und Ziel wird aus den Augen verloren.“ Obmann Ernst Schwaiger kündigt an, zurückzutreten. Schade, er ist offensichtlich ein Mann mit Verantwortung und Haltung. 

Der Jahrhundert-Skandal um das Gemeindegut, der Skandal um den Betrug zu den Almförderungen, dieser aktuelle skandalöse Bereicherungsversuch und vieles, vieles andere mehr sind die Ergebnisse, die Auswüchse der unkontrollierten Bauernbund-Schwarzmander-Herrschaft in Tirol.

Nur durch Wahlen kann diese unersättliche Riege in jene Schranken gewiesen werden, die einem Gemeinwesen zuträglich sind und die z.B. Herr Schwaiger aufzeigt. Die Schwarzmander gehören ins politische Ausgedinge.

Bei meiner Ehr'.