Gemeinderatswahl 2016 - Enttäuschung und Ausblick

In jedem Fall muss zuerst den Wählern gedankt werden, die das TEAM STERN durch ihre Stimme unterstützt haben:
Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen.
Leider hat nur der Spitzenkandidat den Einzug in den Gemeinderat geschafft.

Enttäuschung war natürlich die erste Reaktion auf das Wahlergebnis.

Was waren die Wahlziele:

Das erste war ein deutlicher Zuwachs an Stimmen und wenn möglich auch an Mandaten gegenüber der Gemeinderatswahl 2010.
Dieses Ziel ist klar verfehlt worden.
Das zweite Ziel war, Bürgermeister Dr. Franz Dengg in eine Stichwahl zu zwingen. Dieses Ziel wurde erreicht.

Wo liegen die Ursachen?

Ein Grund war zweifelsohne, dass dem TEAM STERN sehr wenig Zeit zur Verfügung gestanden ist, da der Entschluss zur Kandidatur erst einen Monat vor der Wahl gefallen ist.
Ein weiterer Grund mag sein, dass das TEAM STERN im Vergleich mit den konkurrierenden, professionell unterstützten Gruppen offensichtlich nur über ein minimales Wahlbudget verfügte.
Womit nicht gesagt sein soll, dass Zuckerln, Kugelschreiber und Frühstücks-Joghurt wahlentscheidend gewesen wären. Aber insgesamt war die öffentliche und mediale Präsenz notgedrungen sehr klein.

Nicht unbedeutend war jedenfalls das, aus der Bauernecke organisiert geführte und in seiner Dimension noch nie dagewesene  „dirty-campaigning“ gegen Gemeinderat Ulrich Stern. Dazu wurde eigentlich schon alles gesagt.
Ortsbauernobmann van Staa und Bürgermeister Dr. Dengg haben es nicht für notwendig erachtet, sich vom Flugblatt zu distanzieren. Wenn es um Machterhalt geht, dann sind Stilfragen ohne Relevanz.


Wie geht es weiter?

Die Stimme des Gemeinderates Ulrich Stern wird nicht verstummen. Die Unterstützung anderer Mandatare wird ihm fehlen, er steht allein gegen eine Übermacht.
Stern ist in Fragen des Gemeindegutes in der Hand der Agrargemeinschaften die einzige wirkliche Opposition und er wird weiterhin mit aller Entschiedenheit und Schärfe für die Interessen der Gemeinde eintreten. Was von den beiden, nunmehr gleich starken „Mir fir ins“-Fraktionen nicht zu erwarten ist.
Im Ergebnis ändert sich im Grunde nichts, da es egal ist, ob Gemeindeinteressen mit 11:4 oder mit 14:1 Stimmen verraten werden.


Viele Fragen sind von Dr. Dengg nur hinausgeschoben worden, wie etwa die Golfplatzpacht, die Wiederkaufsrechte oder die Jagdpacht in Barwies, sie stehen zur Entscheidung an.
Eine grundlegende Frage ist zwar einmal von Stern angesprochen, aber nie behandelt worden: Die Vertretung des Substanzrechtes der Gemeinde in den Wassergenossenschaften. Wasser ist zweifelsohne der Substanzwert Nummer eins beim Gemeindegut.


Alle diese Fragen harren der Klärung, egal ob der Bürgermeister Dr. Dengg oder Kapeller heißen wird. Für die Stichwahl, so ferne sie stattfindet, gibt das TEAM STERN keine Empfehlung ab.

Das TEAM STERN schaut nach vorne und Ulrich Stern hat den Mut Sie zu vertreten.