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Jerzens hat Finanzprobleme - die Steuerzahler Tirols kommen dafür auf

"Jerzens – Die Pitztaler Gemeinde Jerzens ist nicht gerade gesegnet, wenn es um die Finanzen geht. In den vergangenen Jahren kämpfte man trotz großer Anstrengungen vergeblich für einen ausgeglichenen Haushalt."
Diese beiden Sätze zeigen bereits die Ungeheuerlichkeit und das Unrecht auf, das mit der "Agrarisierung" des Gemeindegutes an der Tiroler Bevölkerung verübt wurde.

>>TT 28 01 2014 Wasser für Ritzenried>>

Dem guten Artikel folgend erschließt sich dem Leser der Umstand, dass unzweifelhaft notwendige Infrastrukturmaßnahmen Geld kosten. Da es die Gemeinde nicht hat, pilgert der tapfere Bürgermeister - ein stolzer und betont eigenständiger Tiroler -  zur Landesregierung und bettelt um Bedarfszuweisungen.

Er wird sie bekommen, vom gnädigen Gemeindereferenten Tratter wie man meint, tatsächlich jedoch aus dem Steuertopf, den alle Tiroler von der Steinplatte bis zum Arlbergpaß befüllen.

Die Summe der gewünschten Bedarfszuweisungen wird mit Sicherheit die Größenordnung von 300.000 bis 400.000 € ausmachen.
Bedarfszuweisungen sind Geld aller Steuerzahler.
Der Bürgermeister wird nach der Durchführung dieser Aktion von seinen Wählern - ebenfalls stolze und betont eigenständige Tiroler - als Hüter des Gemeindebudgets bejubelt werden.

Tatsache ist jedoch, dass der tapfere, stolze und betont eigenständige Tiroler Bürgermeister in enger Zusammenarbeit mit den Obmännern der drei Jerzener Agrargemeinschaften, ebenso stolze und betont eigenständige Tiroler, der Gemeinde Jerzens jenes Vermögen vorenthält und in die eigenen Taschen lenkt, das ohne weiteres ausreichen würde, alle Infrastrukturmaßnahmen der Gemeinde ohne Hilfe von außen, also auch ohne demütigende Bettelei bei Tratter, durchzuführen.

Die längst geflossenen Gelder haben die Mitglieder folgender Agrargemeinschaften kassiert:
Scrollen Sie bitte die links nach unten bis zu den begünstigten Einlagezahlen
>>AG Tanzalpe>>
>>AG Jerzens>>
und im geringen Ausmaß
>>AG Fraktionsgut Ritzenried>>

Alle diese Agrargemeinschaften sind aus Gemeindegut bzw. Fraktionsgut entstanden.
>>Tanzalpe>>
>>Tanzalpe Grundbuchsauszug alt>>
>>Gemeinde Jerzens>>
>>Fraktion Ritzenried>>

Die Erträge aus dem Gemeindegut, von einem klugen Gesetzgeber in der Monarchie für alle Gemeinden so vorausgedacht, wurden der Gemeinde von angeblich ebenso stolzen und eigenständigen Tirolern ziemlich heimtückisch genommen und in private Agrargemeinschafts-Taschen umgelenkt.
Da das Gemeindebudget für notwendige Infrastrukturinvestitionen nicht ausreichen kann, geht der Exponent der stolzen und betont eigenständigen Tiroler ins Landhaus demütig betteln.
Er wird dabei als Gegenleistung politisches Wohlverhalten einbringen.
Alle Tiroler Bürger und Steuerzahler dürfen dann am Wege einer Bedarfszuweisung des Landesrates Tratter das "Bakschisch" für den demütigen Bettler bezahlen.

Noch ein highlight dazu: Vor etwa einer Woche soll die "mir fir ins"-Fraktion im Jerzener Gemeinderat einen Zuschuss von rund 90.000 € an die AG Tanzalpe beschlossen haben. Eine "Nichtentnahme" von Substanzerträgen der Gemeinde mit der Begründung: das Geld soll auf der Alm bleiben, denn sonst hätte die Gemeinde zuviel Einahmen und man würde von Tratter nicht so viel Geld für die Wasserversorgung bekommen.

Die Erträge des Gemeinwesens wurden und werden privatisiert und die laufenden Kosten werden der Allgemeinheit aufgebürdet.

Das Thema muß alle Tiroler aufrütteln.
Jerzens-Ritzenried ist nur eine Momentaufnahme, die nur eine Gemeinde betrifft.
Abkassierende Agrargemeinschaften gibt es in über zweihundert Gemeinden. Ebenso viele Bürgermeister müssen im Landhaus wegen Bedarfszuweisungen vorstellig werden.

Nichts daran ist stolz und betont eigenständig, das ist nur mies, rücksichtslos, undemokratisch und bauernschlau.

Es wird einem übel.
Bei meiner Ehr'.

Siehe auch
>>Jerzens  Raich >>
>>Jerzens VwGH >>
>>Jerzens VfGH >>

und andere mehr.