Fakten & Dokumente & Hintergründe

21. Folge: Bauernbund: Vorsatz zur Aneignung der Teilwälder des Gemeindegutes seit 1904

Der Vorsatz zur Aneignung des Gemeindegutes wurde bereits bei der Gründungsversammlung des Tiroler Bauernbundes im Jahre 1904 gefaßt.


In der >Festschrift> zum Jubiläum 75 Jahre Tiroler Bauernbund kann man alles nachlesen. Bereits bei der Gründung im Jahre 1904 in Sterzing wurde im Programm  der Vorsatz zur Aneignung der Teilwälder festgeschrieben. Seite 116.
Schon im Jahre 1905 folgte die klare
>Antwort des OGH>, der  diesem politischen Wunsch eine deutliche Absage erteilte.


Das Ziel wurde jedoch weiter verfolgt.
Seite 166 .   Nach dem Erreichen einer günstigen Machtkonstellation in einem demokratischen Österreich und begannen in Tirol im Auftrag der vom Bauernbund dominierten politischen Landesverwaltung Ende 1949 die Regulierungen.
Man wählte nicht den durch den Rechtsstaat vorgezeichneten  Weg  für die Umsetzung politischer Ziele, nämlich über einen Gesetzesbeschluss im Landtag. 
Nein: Weisungsgebundene Beamte einer unzuständigen Behörde haben mit rechtswidrigen Bescheiden das Eigentum übertragen.
Dies geschah fast ausschließlich in Gemeinden, wo kaum
>Protest> zu erwarten war.
Wie man oben lesen kann, ging es nur um Einfluss und Machterhalt. Die damit verbundenen Pfründe werden natürlich auch eine Hauptrolle gespielt haben.
Historisches Brimborium à la Plattform und Oberhofer hatte dabei keine Bedeutung.  Die Methode des Sponsorings über Bücher wurde auch schon 1979 vom Bauernbund angewendet, wie man aus dem Anhang zur >Festschrift> erkennen kann.
Es war ein klares, altes politisches Ziel, das nun klammheimlich mit rechtswidrigen Bescheiden schrittweise umgesetzt wurde. Es war ein >Vermögensdelikt> zum Nachteil der Gemeinden.
Aus >Gemeindegut> wurde
>Beutegut>.