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20. Folge: Proteste wurden unterdrückt

Die rechtswidrige Enteignung der Gemeinden wurde nicht überall ohne Protest hingenommen. In einigen Fällen ist das dokumentiert. In Mieming existiert zur kritischen Haltung einzelner Bürger nur die diskrete mündliche Überlieferung. Ein Hinweis ist, daß z.B. der Aufforderung zum Erscheinen bei der Gründungsversammlung der Agrargemeinschaft Obermieming mehr als ein Drittel der Nutzungsberechtigten nicht nachgekommen ist.
>>Protokoll>>
Drei Beispiele  zu Protesten seien hier angeführt:

1951 protestierte in Iselsberg-Stronach in Osttirol der Schneidermeister Simon Wallensteiner, Ortsgruppenobmann der ÖVP,  und weitere Wirtschaftstreibende gegen die Enteignung der Gemeinde und wurde dafür von der Agrarbehörde mit einer Strafanzeige bedroht.
>>Schreiben Agrargemeinschaft und Schreiben Agrarbehörde>>

1956 protestierte in Neustift die Gemeinderatsfraktion der SPÖ gegen die geplanten Regulierungen. Natürlich vergeblich, wie überall stimmte die Bauernbund-Mehrheit alles nieder.
>>Flugblatt>>

1965 trat in Zams Vizebürgermmeister Ing. Egg zurück und begründete dies im beiliegenden Flugblatt mit der Gemeindegutübertragung. Egg wurde in der Folge, offensichtlich im Auftrag des Landes, von der Gendarmerie beobachtet.
>>Flugblatt>>